Cheats für PC- und Playstation-Games

Was Cheat bedeutet und worum es dabei geht

Cheat heißt so viel wie Schummeln, Mogeln oder, den Punkt besser treffend, Schwindel und Betrug. Über Cheats lässt sich der vom Spielentwickler geplante Spielverlauf ganz gezielt verändern, entweder direkt im Computerspiel oder unter Einsatz einer Extra-Software. Mit kleinen oder größeren Tricks kann beispielsweise ein Spieler besonders schwierige Spielabschnitte umgehen, Mühsal erleichtern, Punktestände erhöhen oder sich auf einfachem Weg mehr Ressourcen verschaffen: Lebensenergie, zusätzliche Fähigkeiten, Geld oder Munition. Cheats nutzen häufig programmierte Optionen, die ursprünglich für Tests im Rahmen der Spielentwicklung gedacht waren.

Dabei können Cheats recht mächtig und destruktiv sein. Denn sie sind Spielregel-Brecher, verhelfen dem Spieler zu ungeplanten Vorteilen und verändern teilweise das gesamte Spielgeschehen im Ablauf. In einem Game oder Videospiel für den Einzelspieler mag das ja noch angehen, wenn der sich einige Herausforderungen verkneifen möchte. Hier ist Cheating sogar mehr oder weniger verdeckt mit einkalkuliert. Bei Mehrspieler-Spielen jedoch verstehen Mitspieler kein noch so kleines bisschen „Spaß“: Cheaten ist absolut unerwünscht, geradezu geächtet und wird mit Ausschluss geahndet. Ohne faire Bedingungen für alle ist massiver Ärger nun einmal unausweichlich. Cheating ist quasi das Doping unter Gamern.

Da dies auch Spielentwickler wissen, die ein Game schließlich maximal vermarkten wollen, betreiben diese überwiegend sehr viel Aufwand, um Cheats bestmöglich zu verhindern. Zumindest bei Mehrspielerspielen, ganz klar bei Onlinespielen wie MMO (Massively Multiplayer Online Game) oder MMORPG (MMO role-Playing Game) und erst recht im E-Sport wird einiges ins Anti-Cheating hineingesteckt. Doch wie auch beim Hacking ist dem Cheaten nie zu hundert Prozent beizukommen. Dennoch kommt es hin und wieder zu spektakulären Disqualifikationen von Profis, ganzen Clans, deren Tricks aufgeflogen sind. Die Kehrseite der Medaille höhere Sicherheit ist dann, wie so häufig, gleichbedeutend mit Einbußen in puncto Privatsphäre.

In den geschlossenen Systemen der Konsolen wie Xbox Live & Co. sind Cheater praktisch kein Problem mehr – auf Kosten der Modifizierbarkeit. Ganz anders bei PC-Games. Betreibt ein Spielehersteller sein Onlinespiel auf eigenen Servern, kann es durchaus passieren, dass Cheater zu tausenden verbannt werden, selbst auf Verdacht. Alle Benutzerdaten inklusive Avatare im Spiel werden kurzerhand gelöscht oder ganze Konten gesperrt. Auch dauerhaft. So vielfach geschehen auf Blizzards Battle.net (Diablo, Warcraft, WoW u.a.). Genauso verweigert Valve auf Steam kompletten Accounts nach Cheating das Onlinespielen.
Schwieriger wird das Verbannen allerdings, wenn die Spielerrechner nur über einen Gameserver irgendwo im Netz verbunden sind, die sich einer direkten Kontrolle des Spielentwicklers entziehen. Nicht selten verderben Cheater allen anderen das Spiel über Public Server so sehr, dass derartige Games zunehmend gemieden werden. Gar keinen Zugriff herstellerseits gibt es auf LAN-Partys ganz ohne www-Verbindung. Nicht zuletzt deshalb dienen diese oftmals als regelrechte „Traingscamps“ fürs Cheaten ohne Limit, obwohl Publikum dabei zuschauen kann. Übung macht's. Denn manchem Cheater kommt es weniger darauf an, den Sieg einzuheimsen oder offensiv den Bösewicht zu spielen als unerkannt durchs Spiel zu kommen und sich dabei die Hände zu reiben. 

Techniken zum Cheaten

Bei den Schummelmöglichkeiten bedienen sich die Cheater einer Vielzahl von verschiedenen Techniken:

- Einfache Spielernamen-Cheats beim Spielstandspeichern
- Einsatz von Programmfehlern
- Missbrauch interner Skripte
- Makros und Bots von extern
- Manipulation im Arbeitsspeicher, Quellcode, Spielstandspeicher
- Grafikmanipulation mit Bots und Hacks
- Multihacks als Kombicheats

Die einzelnen Methoden beschreiben wir im folgenden zwar nicht technisch, aber vom Prinzip und oder Effekt her.

Cheats mit Spielernamen

Beim Speichern des Spielstandes gibt der Spieler einen bestimmten Spielernamen ein, wodurch der Charakter andere Fähigkeiten oder Ressourcen erhält. Nachteil ist, dass hierzu das Spiel unterbrochen und danach neu gestartet werden muss, um den Effekt zu realisieren.

Bugusing: Nutzen von Programmierfehlern

Bugs (Insekten, Käfer, Wanzen), auch als Glitches (Pannen, Störungen) betitelt, erlauben unter Umständen als nicht erkannte und gepatchte Programmfehler Cheatern einen willkommenen Eingriff in den vorgesehenen Spielverlauf. Geübten Bugusern (Fehlernutzern) gelingt es durch zufälliges oder gezieltes Entdecken von Fehlerstellen in Online-Spielen und einiges an Übung, diese unbeabsichtigten Abläufe für sich zu nutzen. Buguser im Online-Gaming heißen auch Exploiter (Ausbeuter, Ausnutzer).
Viele Browserspiele arbeiten mit Sprachen für dynamische Internetseiten. Verschiedene der Programmier- und Skriptsprachen sind anfällig für Bugusing, dazu gehören unter anderem PHP, JacaScript oder Perl. Über Sicherheitslücken verschaffen sich Buguser Zugänge und schleusen manipulierte Abläufe und Daten ein oder greifen direkt auf den Server zu.

Script-Cheating: Interne Skripte missbrauchen

Bei einigen Spielen sind im Mehrspielermodus einzelne simple Spielbefehle über eine interne Skriptsprache ansteuerbar. Geschickt kombiniert ist damit jedoch noch einiges mehr möglich:

  • NoRecoil- oder Anti-Recoil-Effekt: Der Rückstoß beim Feuern von Waffen wird reduziert, um schnellere Salven zu ermöglichen und Zeit für neuerliches Anvisieren des Ziels zu sparen. Als Anti-Recoil-Mods sind auch separate Makros (siehe dazu das nächste Kapitel) gebräuchlich.
  • Teleport-Effekt: Häufig dient ein wiederholter Teamwechsel dazu, einen Re-Spawn-Fehler auszulösen, der so etwas wie ein Teleportieren des Spielecharakters an die Stelle der Gegenseite bewirkt.
  • 180°-Turn- oder Fast-Turn-Effekt: Mit einer nicht vorgesehenen unvermittelten 180° Wende überrascht man jeden Angreifer von hinten.

Diese Art Cheating kommt in anderen Abwandlungen dem Bugusing recht nahe, erscheint teilweise auf den ersten Blick als ein und dasselbe, weshalb auch in diesen Fällen die Bezeichnung Exploiter fällt. Manche Script-Cheats gehen fließend über ins Verändern von Grafikeinstellungen, das sogenannte game engine tuning. Man könnte auch das Aufhellen sonst dunkler Grafikbereiche unter Cheating einordnen.

Bots und Makros

Makros und Bots simulieren Spieleraktionen. Sie tun, als ob der Spieler Tasten- oder Mausbewegungen ausführt. Und zwar viel schneller und präziser, als ein Mensch dies je könnte.
Dabei sind Makros kleine externe Programme oder Skripte zur simplen Ausführung spezieller Eingabefolgen, während Bots die weiterentwickelten Ausführungen von Makros darstellen, denn sie analysieren und reagieren eigenständig in bestimmten Spielkonstellationen.
Beide sind nicht einfach zu entlarven, denn sie liefern dem Spiel genau die Eingaben, die auch ein menschlicher Spieler abliefert.
Beispiele:

  • Speedhack: Die Vorteile extremer Schnelligkeit bei einem Kampf oder beim Erledigen von Aufgaben mit häufig erforderlichen Standortwechseln liegen auf der Hand. Der schnellere kann bessere Treffer landen, rechtzeitig entkommen und Zeit sparen beim Fortbewegen von Ort zu Ort. Nachteil: Der Hack fällt auf.
  • Aimbot im Ego-Shooter für eine höhere Trefferquote: Zielen und Schießen erledigt der Bot ganz automatisch. Er setzt eigenständig den Mauszeiger auf den Feind und schießt womöglich auch noch selbst. Ein Aimbot ist dabei sehr viel schneller und zielsicherer als jeder Spieler, sodass Mitspieler in jedem Fall übervorteilt werden. Manche Aimboots visieren ganz unverhohlen selbst Gegner an, die sich noch nicht im Sichtbereich aufhalten. Andere erkennen sie anhand ihrer Textur auf dem Bildschirm, wofür zuvor die Spielertextur gesondert einzustellen ist, bei „Cham-hacks“ (Chamäleon) in auffallender Farbe. Textureinstellungen werden allerdings inzwischen unterbunden. Außerdem fallen die unpassenden Skins und Farben auch Mitspielern schnell auf. Neuere Aimbots helfen nur ganz dezent beim Zielen etwas nach, arbeiten aber nicht autonom.

Bots für Onlinerollenspiele:

  • Craftingbots erledigen handwerkliche Arbeiten und stellen erforderliche Gegenstände her.
  • Miningbots schürfen für den Spieler nach wichtigen Rohstoffen.
  • Petbots steuern den Spielcharakter mitsamt seinem begleitenden Tier, gibt es aber unter diesem Namen auch als Petsitter via Smartphone für lebendige Kunde oder Katzen.
  • Grindbots eignen sich die Spielfigur über mühselig monotone Sequenzen hin an und übernehmen komplette Kämpfe vollautomatisch bis zum programmierten Teilziel.

Auch hier gibt es plumpe, kaum zu verbergende Cheat-Bots fürs offene Spielverderben ebenso wie schwer auszumachende heimlich diskrete Ausführungen.


Spielstand- oder Spiel-Manipulation

Trainer sind Cheatprogramme, die im laufenden Spiel den Arbeitsspeicher durchsuchen: nach relevanten Informationen wie aktuellen Spielstand, Erfahrungs- oder Lebenspunkte und ähnliches. Hat der Trainer das Gewünschte gefunden, ist er in der Lage, Daten zu ändern oder zu fixieren. Lebenspunkte werden so beipielsweise eingefroren und der Spieler verliert nicht an Kraft.
Meistens muss der mogelnde Spieler das Trainer-Programm während des laufenden Spiels zu einem ihm gelegenen Zeitpunkt per Tastendruck aktivieren.

Bei anderen Varianten verändern Cheater nicht das Spiel im Verlauf, sondern gespeicherte Daten und zwar per automatischem Programm oder händisch via Hex-Editor.

Selbst der Maschinencode wird manipuliert. Dabei setzen versierte Cheater einen Crack ein, also eine Kopie mit entferntem Kopierschutz, mit dessen Hilfe sie auf dem Harddrive ausführbare Dateien frisieren. Oder der Schwindler patcht den Arbeitsspeicher im laufenden Spiel und nutzt dazu ein Parallelprogramm oder die Technik der DLL-Injektion. Diese punktuell eingeschleuste dynamische Linkbibliothek zwingt dem Programm dann neue Komponenten in beliebigem Ausmaß auf.

Bei ungenügender Kontrolle durch den Server auf inkonsistente Spielverlaufsdaten gibt es weitere Möglichkeiten. So kann über Quellcode-Modifikationen Einfluss auf Open-Source-Spiele genommen werden. Entweder über falsche Daten in Richtung Server oder zu anderen Clients. So lassen sich zum Beispiel ein anderer Aufenthaltsort vorgaukeln, das Schießen automatisieren oder verborgene Gegner anzeigen.

Manche Spiele sehen vor, dass nur ein einziger, nämlich der aktuelle, Spielstand gespeichert und fortgesetzt werden kann. Beim Scum Saving oder Save Scumming umgehen Spieler genau dies, indem sie nach jedem Speichern den Stand kopieren und beliebige Spielstände zurückkopieren, um sie danach wieder aufzurufen.

Grafikmanipulation mit Bots und Hacks

Die Verlockung, Vorteile aus Veränderungen der Spielgrafik zu ziehen, ist naturgemäß groß. Technisch und bedingt durch das Betriebssytem ist ein direktes Malen auf dem Screen oder der entsprechende Datenzugriff jedoch nicht so einfach. Grafikcheats gehen daher meist folgenden Weg: Sie schalten sich zwischen Grafiktreiber und Grafikkarte, fangen die Daten ab, analysieren und adaptieren diese, bevor sie die wunschgemäß manipulierten Signale an die Grafikkarte ausgeben.

Genau so arbeiten diese verbreiteten Cheats

  • Bots mit vielerlei Bezeichnungen. Gemacht für verschiedenste Aufgaben, die es dem Cheater erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen, bestimmte Spielelemente zu erkennen, welche seine Mitspieler nicht wahrnehmen können. Die Bots kapern dazu gewissermaßen die Ausgabedaten auf dem Weg zum Bildschirm.
  • Cham-Hacks spielen, wie oben unter Aimbots schon erwähnt, mit veränderten Farben und Texturen für bestimmte dynamische Spielteilnehmer oder Zielbereiche, um sie besser sichtbar oder unterscheidbar zu machen. Cham-Hacks sind sehr häufige Kombinationspartner nicht nur von Aimbots sondern gerne auch mit Wallhacks (siehe unten). Hier haben sie dann zusätzlich noch die Aufgabe, lohnende Ziele hinter der Wand zu markieren.
  • Smoke- oder Flashhacks schalten Nebel, Qualm und Blendlicht aus, die im Ego-Shooter kurzfristig den Durchblick verhindern und Feinden Vorteile verschaffen sollen.
  • Wallhacks sind mit die häufigsten Ego-Shooter Cheats. Sie ermöglichen den Röntgenblick durch Wände, Felsen und andere Hindernisse und verhindern auf diese Weise unliebsame Überraschungen. Der Klassiker macht Sichtblockaden halbdurchsichtig und alles dahinter Verborgene damit sichtbar. Manche Wand-Hacks erlauben auch den Gang durch Wände. Wieder andere erstellen Drahtgittermodelle (Wireframe-Hack) oder schattenlose Weißwände (Lambert-Hack). Im XQZ-Hack lösen die Umrisse der Zielobjekte die Sichtbarriere förmlich auf: Sie sind ungehindert zu sehen, obwohl die umgebende Wand eigentlich vor ihnen steht.

Weitere Varianten arbeiten mit Hitboxes, Gegner oder Gegenstände sind dann als kleine Kästen markiert. Doch zu dreiste Hellseher fliegen früher oder später auf, weshalb Cheater üben, so zu spielen wie ehrliche Gamer.

Maphacks in Echtzeit-Strategiespielen eröffnen dem Cheater regulär noch nicht einsehbare Kartenbereiche. Mit dem erweiterten Blick auf die Spielwelt lassen sich sowohl vorausschauend Aktionen planen, Gebiete vorzeitig ausplündern als auch sich nähernde Gegner frühzeitig ausmachen. Gerade simultane Spielabläufe, in denen viele Mitspieler interagieren, sind beliebtberüchtigte Ziele von Kartenhacks. Und auch User von Maphacks beziehen ihren Spielspaß aus der Verheimlichung ihres Sichtvorteils.


Multihacks: Die multipotenten Kombis

Mehrere oder gar viele Cheats einzeln einzusetzen stößt ab einem gewissen Umfang auf vielerlei Probleme. Einerseits sind sie während des Spiels schwierig separat zu handlen, geschweige denn diskret zum jeweils richtigen Zeitpunkt anwendbar. Andererseits können sie einander gegenseitig blockieren oder zumindest Konflikte auslösen und somit recht hinderlich werden. Insbesondere in simultaner Kombination. Daher gibt es Pakete aufeinander abgestimmter und kooperierender Cheats für den ultimativen Multihack mit mehreren Cheats zugleich.

Cheatcodes der Entwickler

Während der Spieleentwicklung sind in fast allen Spielen einige Cheats ganz regulär integriert und verbleiben dort auch nach dem Launch. Sie dienen dem Entwicklerstudio in Vorphasen zum Test diverser Teile innerhalb eines Levels oder einer Spielsequenz und überspringen dabei ganze Abschnitte.
In Einzelspieler-Games sind sie ohne weiteres nutzbar und helfen, besonders schwierige Spielphasen oder Situationen zu überwinden oder überbrücken.

Fast universell ist der Code „god“ für den sogenannten god mode. Er sorgt für Unverwundbarkeit und Unsterblichkeit – und kappt damit potenziell aufkommenden Spielfrust durch wiederholten Neubeginn eines Spiels.
Das Abprallen an Hindernissen durch die Kollisionserkennung kann ebenfalls ein Entwicklercode ausschalten. Statt anstrengender Manöver und umständlicher Umwege beim Laufen geht der Protagonist einfach ungehindert durch Wände & Co. hindurch. Bei 3D-Spielen mit Quake-Engine lautet der zugehörige Code „noclip“, im Falle von Unreal-Engine-Spielen „ghost“.
Codes für unbegrenzte Munition, komplettes Waffenarsenal oder Equipment sind ebenfalls gängig und vielerorts im Netz zu finden.

Im Mehrspielermodus sind diese Cheats zwar vorhanden, aber wohlweislich nicht direkt zugänglich. Abhängig von Einstellungen und jeweiligem Spiel lassen sie sich jedoch reaktivieren.
Prominente Beispiele:
Im klassischen Ego-Shooter Doom steigt man mit „IDDQD“ in den Gott-Modus auf. Dieser Code taucht noch heute gelegentlich in anderer Funktion auf und hat einen gewissen nostalgischen Touch.
God mode für Warcraft II ist codiert mit „it is a good day to die“, eine Reminiszenz an Star Trek und deshalb gut zu merken für Trekkies: Es ist ein guter Tag zum Sterben.
Wer gerne Konami-Spiele spielt, kennt womöglich den ultimativen Cheatcode fürs Joy- beziehungsweise Gamepad: „zweimal Oben, zweimal Unten, zweimal Links-Rechts, B, A, Start“.

Ostereier: Easter Eggs

Keine Cheats im engeren Sinne sind diese kleinen Gags der Entwickler. Sie sind keine Spielverderber, sondern Augenzwinkereien, die nicht nur auf Computerspiele beschränkt sind.
Meist verewigt sich dabei der Urheber des Spiels in Form eines versteckten Fotos, Wort- oder Bilderrätsels. Dies geschieht häufig ohne Wissen des herausgebenden Unternehmens oder ganz offen, teils auch für das komplette Entwicklerteam. Da solcherlei versteckte Funktionen undokumentiert sind und mögliche Schlupflöcher für Sicherheitslücken darstellen können, haben viele Unternehmen Easter Eggs als eigenmächtige Signatur von Programmierern mittlerweile ausdrücklich verboten.
Verbreitet sind nach wie vor Ostereier in Gestalt von Geheimlevels. Dies sind gut getarnte Zugänge zu Spielpassagen, ohne die das Erreichen der vollen Punktzahl nicht möglich ist, was manchen Spieler in die Verzweiflung treibt.
Viele Zitate und Verweise aus früheren Spielen oder Vorgängerversionen lassen sich ebenfalls hier einordnen.
Und es sind tatsächlich dann und wann in keiner Weise in den Kontext passende Überraschungseier zu finden – wiederum mit nachgeschalteten Zitaten in den Folgen einer Spielereihe: Grand Theft Auto zum Beispiel.

Techniken und Tools zur Cheat-Abwehr

Die Armada der Gegenspieler ist nicht minder beeindruckend. Müssen doch Spielentwickler in der Bekämpfung der Cheater mit deren Weiterentwicklungen Kopf-an-Kopf bleiben. So greifen auch sie auf verschiedene Techniken für Anti-Cheat-Tools, also Analyseprogramme zum Auffinden von Cheats in Multiplayerspielen zurück.

Einer der Wege führt über geschlossene Server (Closed Server). Spielstände sind dort grundsätzlich extern auf dem unternehmenseigenen Server abgespeichert und damit unzugänglich. Unwirksam sind sie jedoch gegen Trainer oder andere Einflussnahmen im laufenden Spiel.

Client-Server-Programme als wirkungsvollere Alternative interagieren zwischen Nutzeranwendung (Client) auf Spielerseite und serverbasierten Anwendungen. Ein lokal auf dem Benutzerrechner installiertes Clientprogramm meldet dem Serverprogramm etwaige Manipulationen am Spiel. Erkennt letzteres bekannte Cheat-Techniken, geht die Meldung an den Server und der Cheater wird ausgeschlossen. Programme dieser Art laufen nur mit Standard-Betriebssystemen, weshalb für Linux-User zum Beispiel viele Spiele über Wine oder CrossOver unzugänglich sind. Anti-Cheat-Programme wie PunkBuster und Cheating-Death sind recht effektiv, doch nicht unüberwindbar: Die Gegenseite hat für Abhilfe gesorgt.
Das Client-Wächterprogramm Warden von Blizzard Entertainment sendet fortlaufend RAM- und andere Daten an den Server. Doch die Version bleibt nicht statisch. Mit jedem Software-Update kommt eine adaptierte Warden-Version auf den Spielerrechner und verbindet eine andere Variante mit dem jeweiligen Account.
Auf diese Weise werden Cheater zu ständiger reaktiver Entwicklung von Gegenmaßnahmen gezwungen. Leider zahlen bei diesem Rennen ehrliche User mit Einbußen ihrer Privatsphäre drauf, weil nicht nur spielrelevante Bereiche unter Beobachtung stehen, sondern alle Speicher und CPU-Vorgänge. Cheating-Reaktionen sind ähnlich rigoros und mittlerweile intelligent, also selbstlernend. Nach jedem Warden-Update schleichen sie sich zunächst selbsttätig aus dem RAM, adaptieren sich an die jeweiligen Versionen und simulieren regelkonforme Parameter. Derartige Anti-Anti-Cheat-Programme sind recht kostpielig.

Alternativ können Clientprogramme in Form eines Anti-Cheat-Tools in der Spiel-Engine integriert sein, statt als externe Clientsoftware, Beispiel: Valve Anti-Cheat (VAC) für Source-basierte Spiele. Eine separate Installation ist damit hinfällig, hat aber gerade bei VAC den Nachteil, dass Valve nur sehr weitmaschig Updates herausgibt.

Ältere Varianten mit Tool-Installation ausschließlich auf Seiten des Spielservers werden derzeit kaum bis gar nicht weiterverfolgt.